Die Geschichte von Köln ist sehr alt und wird heute noch von seinen Bewohnern weitergeschrieben. Dort wo heute die Stadt Köln steht, wo sich der Kölner Dom in den Himmel erhebt, lebten schon vor Jahrtausende Menschen.
Zunächst siedelte dort ein Stamm der Umbrier. An der Stelle dieser Siedlung ließen sich die Römer zur Sicherung ihrer Kolonie nieder und nannten es Oppidum Ubiorum. Im Jahr 50 ließ die römische Kaiserin Agrippina dieses Oppidum zur Stadt erheben, dessen Name lange Zeit Colonia Claudia Ara Agrippinensium war und aus dessen Begriff sich der heutige Name ableitet. In der weiteren Geschichte erlangte Köln politische Bedeutung und wurde Sitz des Statthalters der Kolonie. Die Römer brachten ihre kulturellen, architektonischen und technischen Fortschritte mit, so dass die Stadt auf einen hohen Stand kam mit Wasserleitungen, Straßen usw. kam.
Auch im Mittelalter ging das Wachstum Kölns weiter. Im 6. bis 8. Jahrhundert lebten Römer und Franken miteinander in der Stadt und lernten voneinander. Köln wurde ein wichtiges Zentrum des Christentums und Sitz des Erzbischofs. 1186 überführte man die mutmaßlichen Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln, welche Pilger anzogen. 1248 fand die Grundsteinlegung für den Kölner Dom statt, um den Reliquien ein adäquates Umfeld zu geben. Während des Hochmittelalters mussten die Kölnischen Bürger die Stadtmauern mehrfach erweitern, weil die Stadt zur größten Deutschlands angewachsen war. Einige Teile, wie Severinstor, Hahnentor und Eigelsteintor, sind heute noch erhalten.
Köln erlangte Wohlstand durch das Stapelrecht, das seinen Bürgern über Jahrhundert das Vorkaufsrecht über alle über den Rhein transportierten Waren sicherte. Im 30-jährigen Krieg (1618-1648) kam die Stadt glimpflich davon, wohl vor allem, weil sie sich mit ihrem Reichtum freikaufen konnte. Ein Reichtum, den sie auch durch die Waffenproduktion fördern konnte. Ende des 18. Jahrhunderts kam Köln für 20 Jahre unter französische Herrschaft, was vor allem Juden und Protestanten mehr Rechte verschaffte.
1815 wurde Köln Teil des preußischen Königreiches und gehörte mit Berlin zu den wichtigsten Städten im Reich. 632 Jahre nach der Grundsteinlegung wurde 1880 endlich der Bau des Kölner Doms abgeschlossen. 1917 wurde Konrad Adenauer erstmals Bürgermeister von Köln, musste nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 aber die Stadt verlassen. Im Krieg wurden 90 Prozent der Stadt durch amerikanische und britische Bomben zerstört, darunter hat auch das Wahrzeichen der Stadt, der Kölner Dome gelitten. Die Einwohnerzahl war drastisch dezimiert worden, alleine 8000 Juden wurden deportiert.